Die Geschichte der Schokolade

Wir alle kennen und lieben sie - die Schokolade. Aber wer weiß woher sie genau kommt? Oder wie sie zu so einer beliebten Nascherei geworden ist? 

Fangen wir ganz am Anfang an...

Schokolade wurde vermutlich schon um 1500 v. Chr. von den Olmeken angebaut, eine der ältesten mittelamerikanischen Kulturen, die entlang des heutigen Golfs von Mexiko angesiedelt waren. Das warme und feuchte Klima dort war ideal für den Anbau des Kakaobaums.

Um 600 n. Chr. führten die Maya dann den Anbau von Kakao weiter. Die Mayas siedelten sich einige Jahrhunderte nach dem Untergang der Olmeken in diesem Gebiet an und erfanden ein Kakaogetränk, das für heilige Rituale verwendet wurde. Nach Überlieferung der Maya war die Kakaopflanze nämlich göttlichen Ursprungs.

Nach dem rätselhaften Ende der Mayas, folgten die Azteken um 900 n. Chr. Sie vermischten es mit kaltem Wasser und nannten es „xocolatl“. Das Getränk galt aber als berauschend und war für Kinder und Frauen ungeeignet. Es wurde bevorzugt von Kriegern, Priestern oder zur Opferung vorgesehenen Personen getrunken. Die Kakaobohne diente auch als Zahlungsmittel.

 

Die Kakaobohne kommt nach Europa

Der erste Europäer, der mit der Kakaobohne in Kontakt kam war Christoph Kolumbus, der sie auch aus Amerika mitbrachte. Niemand konnte jedoch mit diesen Bohnen etwas anfangen. Kolumbus selbst mochte das Kakaogetränk nicht, er fand es viel zu bitter.

1528 brachte Hernán Cortés mit den Kakaobohnen auch ein Rezept für das Kakaogetränk mit nach Europa. Zuerst war es zu bitter und ungenießbar, aber nach Zugabe von Honig und Rohrzucker wurde das süßliche Getränk immer beliebter.

1657 wurde schon das erste Schokoladencafé in London eröffnet.

Aber erst im 18. und 19. Jahrhundert wurden größere Mengen von Kakaobohnen verkauft,  und zwar in Bremen. Schokolade war anfangs nur für Wohlhabende leistbar, da die drei Zutaten sehr kostspielig waren.

 

Wie die Schokolade für die breite Masse zugänglich gemacht wurde

Der Kakao wurde nur durch 3 Umstände dann schlussendlich doch zum Massenprodukt. Der erste war die Pressung des Kakaos und die Zermahlung zu Kakaopulver. Zweitens wurden günstigere Kakaobohnen aus dem Amazons verwendet. Und letztens die Zuckerindustrie, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts entstand.

Durch die Pressung und Zermahlung des Kakaos war es möglich die Kakaobutter abzuspalten, was heute ein ganz üblicher Vorgang ist.

Schokolade galt zu diesen Zeiten als kräftigend und wurde als Aphrodisiakum verwendet. Noch im 19. Jahrhundert wurde es als Kräftigungsmittel verkauft.

 

Die Zeit der Pioniere der Schokoladenherstellung

Auf diese Zeit ist auch die Gründung der ersten Schokoladenfabriken zurückzuführen. Die ersten Pioniere waren angesiedelt in Deutschland, der Schweiz, Belgien, Holland und Italien.

In der Schweiz wurde die erste Schokoladenfabrik 1819 gegründet, von Francois-Louis Cailler. Weitere nennenswerte Schweizer Fabriken sind Suchard (1824), Lindt und Toblerone (1830).

1839 wurde in der Schokoladenfabrik „Jordan & Timaeus“ in Dresden erfunden. 1875 wurde die erste Schweizer Milchschokolade von Daniel Peter und Henri Nestlé rausgebracht. Neben der Schweizer Milchschokolade, wurde die Schweizer Schokolade erst recht bekannt und beliebt als Rodolphe Lindt 1879 ein Verfahren zum Conchieren der Schokolade entwickelte. Dadurch konnte sie ohne Zusatz von Zucker, Honig oder geröstete Haselnüsse genossen werden. Dieses Verfahren war ein Durchbruch in der Schokoladenproduktion, denn die bis dahin übliche brüchig-sandige Konsistenz der Schokolade, mit bitterem Geschmack und nicht auf der Zunge zergehend, erhielt diese feincremige, zartschmelzende Struktur, die heute noch sehr geschätzt wird.

Wie ihr seht, hat die Schokolade einen weiten Weg hinter sich gebracht, bis sie in unserer geschätzten Vielfalt aufgetaucht ist. Stell dir nur mal vor: Was wäre diese Welt nur ohne Schokolade? 

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